Chöd Khandro Gadgyang. Das freudvolle Lachen der Dakinis Die Methode zum Abschneiden des Ego
von Herausgegeben von Chimed Rigdzin Rinpoche (C.R.Lama) Übersetzt von C.R.Lama und James Low12,80 €
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Chöd (tib.: gcod, wörtl. »abtrennen«) ist eine spirituelle Praxis, die in der Bön-Tradition sowie in den Nyingma- und Kagyü-Schulen des tibetischen Buddhismus zu finden ist. Sie hat ihren Ursprung im 11. Jhd. und wird auch heute noch praktiziert. Die Praxis, die auch als Durchschneiden des Egos bekannt ist, basiert auf den Prajñāpāramitā- oder Vollkommene-Weisheits-Sūtras, die das Konzept der Leerheit in der buddhistischen Philosophie erläutern.
Nach Ansicht der Mahāyāna-Buddhisten ist Leerheit die letztendliche Weisheit der Erkenntnis, dass allen Dingen die inhärente Existenz fehlt. Chöd verbindet die Prajñāpāramitā-Philosophie mit spezifischen Meditations- methoden und tantrischen Ritualen. Die Chöd-Praktizierenden versuchen, die Macht der Angst durch Aktivitäten wie Rituale auf Friedhöfen und die Visualisierung der Darbringung ihres Körpers bei einem tantrischen Festmahl zu nutzen, um ihr Verständnis der Leerheit auf die ultimative Probe zu stellen.
Chöd bedeutet wörtlich »durchschneiden«. Es schneidet durch Hindernisse und Verdunkelungen, die manchmal als »Dämonen« oder »Götter« bezeichnet werden. Beispiele für Dämonen sind Unwissenheit, Wut und insbesondere der Dualismus, das Selbst als inhärent bedeutsam wahrzunehmen, was der buddhistischen Lehre von anatta (Nicht-Selbst) widerspricht. Dies geschieht in einem kraftvollen meditativen Ritual, das »eine atemberaubende Reihe von Visualisierungen, Gesang, Musik und Gebet umfasst, jeden Aspekt des eigenen Wesens anspricht und eine kraftvolle Transformation der inneren Landschaft bewirkt.«
Nach Jamgön Kongtrül beinhaltet Chöd, »das Unerwünschte bereitwillig zu akzeptieren, sich trotzig in unangenehme Umstände zu stürzen, zu erkennen, dass Götter und Dämonen der eigene Geist sind, und die egozentrische Arroganz durch ein Verständnis der Gleichheit von sich selbst und anderen rücksichtslos zu durchtrennen.«
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Categories: Books, Buddhism General, Tibetan Buddhism
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